Der Sommer kann kommen

Sommer kann kommen

Das sommerliche Wetter beschert uns mehr Sonnenstunden. Ein Glück vor allem für diejenigen, die eine Photovoltaikanlage installiert haben. Und das sind deutlich mehr als im Vorjahr: Um rund zwölf Prozent stieg die Solarstromleistung in der Bundesrepublik gegenüber dem Vorjahr an. Das zeigen Daten des Portals Föderal Erneuerbar.

Deutschland setzt auf Sonnenenergie: Rund 1,7 Gigawatt Solarstromleistung wurden 2017 in Deutschland neu installiert. Das ist eine Steigerung von knapp 200 Megawatt gegenüber dem Vorjahr – etwa zwölf Prozent. Das zeigen aktuelle Daten des Portals Föderal Erneuerbar.

Der Norden holt auf

Verteilt auf die Bundesländer entfiel mit 405 Megawatt der Großteil der neu installierten Photovoltaik-Leistung auf Bayern und Baden-Württemberg (206 Megawatt). Der Süden Deutschlands hat sicherlich die besten Einstrahlungswerte in Bezug auf Solarenergie. Hier werden die meisten Anlagen gebaut. Im Vergleich zu den Vorjahren ist der Anteil dieser Bundesländer am Gesamtzuwachs jedoch geringer.

Es zeigt sich, dass Sonnenstrom auch für die nördlicheren Bundesländer zunehmend relevant wird. Gemessen an der Landesfläche wurde 2017 die meiste Solarleistung in Berlin installiert. Das Bundesland konnte den Wachstum an Solarstromleistung gegenüber den Vorjahren deutlich steigern. Auf dem zweiten Rang liegt das Saarland, das übrigens auch bei der Neuinstallation von Windenergieanlagen gemessen an der Landesfläche im vergangenen Jahr den zweithöchsten Wert aufweist. Den drittgrößten Photovoltaik-Ausbau, gemessen an der Landesfläche, erreicht mit Mecklenburg-Vorpommern ein – ebenfalls sehr sonnenstundenreiches – norddeutsches Land.

Dachanlagen beliebt

Das anziehende Wachstum der Solarstromleistung ist dabei vor allem von Dachanlagen geprägt: Insgesamt fallen über 70 Prozent des Ausbaus in diese Kategorie. Freiflächenanlagen machen hingegen nur knapp 30 Prozent aus. Der Anteil an Dachanlagen ist vor allem in den Stadtstaaten Hamburg, Berlin und Bremen hoch, wo gar keine Freiflächenanlagen installiert wurden, sowie in Nordrhein-Westfalen mit 99,6 Prozent und Hessen mit 90,9 Prozent.

„In Ballungsräumen bietet die Solarstromnutzung – etwa auch als Mieterstrom in Mehrfamilienhäusern – häufig den einzigen direkten Zugang zu Erneuerbaren Energien“, sagt Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien. „Dieser oft von Privatpersonen betriebene Ausbau ist Bürgerenergie im besten Sinne.“

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