Neue Perspektiven

Neue Perspektiven

Der berufsbegleitende Masterstudiengang Erneuerbare Energien vereint technisches mit betriebswirtschaftlichem Wissen und zieht Studierende unterschiedlicher Fachrichtungen und Branchen an. Vor allem für Mitarbeiter der Versorgungswirtschaft ist ein Studium im Bereich der erneuerbaren Energien interessant. Im Interview berichten vier Studierende, welche beruflichen Perspektiven ihnen der Master eröffnet.

Warum haben Sie sich für das Masterstudium „Erneuerbare Energien“ in Lüchow entschieden?

Andreas Schick, Technischer Mitarbeiter, Stadtwerke Bitterfeld-Wolfen: Der Wunsch nach einem weiterführendem Studium bestand bei mir schon seit ein bis zwei Jahren. Durch eine Werbeaktion bin ich auf den Master-Studiengang in Lüchow aufmerksam geworden. Ich habe mich daraufhin über den Aufbau, den Ablauf und das Bewerbungsverfahren an der HAW informiert. Das Wendland als „Bioenergie-Region“ ist als Veranstaltungsort für einen solchen Studiengang ideal. Das Angebot von Präsenzterminen und nicht das alleinige Online-Studium zur Abrundung des kompletten Angebotes war am Ende ausschlaggebend für die Entscheidung.

Simon Köhler, Projektmanager Erneuerbare Energien, Stadtwerke Düren: Ich hege sowohl beruflich als auch privat großes Interesse an dem Thema erneuerbare Energien. Außerdem ist mir Berufspraxis sehr wichtig. Das Masterstudium an der Akademie für erneuerbare Energien ist mit seinen Präsenzphasen einzigartig. Die Modulkombination ist perfekt auf den Tätigkeitsbereich der erneuerbaren Energien bei den Stadtwerken abgestimmt – so lerne ich im Studium die Theorie und die Praxis beim Arbeitgeber.

Philipp Glage, Teamleiter Kundenservice, Städtische Werke Magdeburg: Die erneuerbaren Energien nehmen in meinem Berufsalltag eine immer größere Rolle ein. Für mich ist dies ein spannendes Themengebiet, in dem ich mir sehr gut vorstellen kann, zukünftig zu arbeiten. Hierfür wollte ich mir nach meinem Betriebswirtschaftsstudium unbedingt noch tiefere technische Grundkenntnisse aus dem Bereich der Energieversorgung aneignen. Der berufsbegleitende Master of Science Erneuerbare Energien mit seiner Mischung aus Ingenieurs- und Wirtschaftswissenschaften sowie verwandten Fachbereichen erschien mir hierfür bestens geeignet. Die Betrachtung der einzelnen Themenfelder aus technischer und ökonomischer Perspektive ist in kaum einem anderen Studiengang so gegeben wie in dem an der Akademie.

Vicky Hansche, Bereich Energiewirtschaft, Stadtwerke Prenzlau: Ich habe mich für das Masterstudium in Lüchow entschieden, weil mir Aufgrund meiner Vorbildung der technische Hintergrund für die erneuerbaren Energien fehlt. Nach meinem BWL-Studium und dem Quereinstieg in die Energiebranche wollte ich mein Wissen über die erneuerbaren Energien weiterentwickeln, mit denen ich täglich im Arbeitsprozess zu tun habe. Das Ziel einen Master zu machen, hatte ich sowieso und konnte somit zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Was erwarten Sie von diesem Abschluss für Ihre weitere berufliche Laufbahn?

Andreas Schick, Technischer Mitarbeiter, Stadtwerke Bitterfeld-Wolfen: Mein Studium zum Bachelor of Engineering für Energie- und Umwelttechnik hat mir das Grundwissen und den Eintritt in die Energiewirtschaft ermöglicht. Jedoch spielen heutzutage neben der technischen Betrachtung auch immer mehr wirtschaftliche Aspekte eine entscheidende Rolle. Um grundlegende betriebswirtschaftliche Zusammenhänge zu verstehen und anzuwenden, ist ein interdisziplinäres Studium ungemein hilfreich. Des Weiteren entwickelt sich auch die Energiewirtschaft kontinuierlich weiter. Der Fokus wechselt dabei von der dezentralen und konventionellen Anlagentechnik hin zur zentralen und regenerativen. Genauso wie die Technik muss sich auch der Ingenieur im Hintergrund immer weiter entwickeln.

Simon Köhler, Projektmanager Erneuerbare Energien, Stadtwerke Düren: Das Studium vermittelt ein besseres Verständnis für die Schnittstellen zwischen Wirtschaft und Technik und die Arbeitsabläufe anderer Abteilungen, die eng mit den erneuerbaren Energien verbunden sind. Zusätzlich verspreche ich mir durch den Master-Abschluss bessere Aufstiegsmöglichkeiten im Zukunftsmarkt Erneuerbare Energien.

Philipp Glage, Teamleiter Kundenservice, Städtische Werke Magdeburg: Mein Ziel ist es, meine Handlungskompetenzen im Bereich der erneuerbaren Energien auszubauen. Für mich ist es wichtig, die Kenntnisse im Bereich Projektplanung zu erweitern und zum Beispiel zu erfahren, wie ich einen Businessplan für den Bau einer Biogasanlage erstelle oder welche rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen es beim Betrieb eines Windparks zu beachten gilt. Zusätzlich möchte ich meine Führungskompetenzen weiter ausbauen und mich stärker in der Branche vernetzen, um zukünftig eine verantwortungsvolle Position in der Energiebranche ausüben zu können.

Vicky Hansche, Bereich Energiewirtschaft, Stadtwerke Prenzlau: Mit diesem Abschluss möchte ich natürlich im Rahmen meiner Arbeit mehr Verantwortung übernehmen und auch eigenständig Projekte betreuen, die ihren Beitrag zur Energiewende leisten.

Welche Bedeutung werden die erneuerbaren Energien Ihrer Einschätzung nach für Stadtwerke zukünftig spielen?

Andreas Schick, Technischer Mitarbeiter, Stadtwerke Bitterfeld-Wolfen: Meiner Meinung nach reden wir in diesem Zusammenhang nicht von Zukunft. Die regenerativen Energien haben längst Einzug in das Tagesgeschäft der Stadtwerke gefunden. Noch sind es sicherlich vereinzelte Anlagen, der Trend zeigt aber zum Beispiel für den Einsatz von Photovoltaik- und Solarthermie-Anlagen eine deutliche Steigerung voraus. Sowohl die Gesetzgebung als auch die Nachfrage durch die Endkunden führen für Stadtwerke zwangsläufig zu einer Erweiterung des Produktportfolios um erneuerbare Energien.

Simon Köhler, Projektmanager Erneuerbare Energien, Stadtwerke Düren: Das Kerngeschäft der Stadtwerke, also der Strom- und Gasverkauf, geht aufgrund der verstärkten Nachfrage nach erneuerbaren Energien immer weiter zurück. Strom wird am Gebäude selbst erzeugt oder Betriebe werden immer effizienter, zum Beispiel bei der Wärmeerzeugung. Hier müssen die Stadtwerke tätig werden und den Kunden Produkte aus einer Hand anbieten. Schließlich haben die Stadtwerke in diesem Bereich aufgrund der jahrelangen Erfahrung Know-how-Vorteile.

Vicky Hansche, Bereich Energiewirtschaft, Stadtwerke Prenzlau: Zukünftig, wenn es nicht schon heute so ist, werden die erneuerbaren Energien für die Stadtwerke eine große Bedeutung haben. Die Anlagen werden immer größer, die Technik immer spezieller und dadurch muss auch das Wissen immer mehr mitwachsen. Gerade wenn man sich der Thematik „Regelung erneuerbarer Energien“ stellt, kommen viele neue Aspekte auf die Stadtwerke zu. Denn aus den zehn bis 20 Anlagen die am Anfang der Energiewende im Netz installiert wurden, werden jetzt zum Teil schon mehr als 100 Anlagen – und die Zahl steigt stetig.

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