Interview mit Anja Haupt, Absolventin der Akademie für Erneuerbare Energien

Anja Haupt

Interview vom 04.04.2013

Frau Haupt, inwiefern war der Masterstudiengang EE für Ihre Karriereplanung ausschlaggebend?

Ich arbeite bereits seit mehreren Jahren in der EE-Branche, im Bereich Marketing. Mein Ziel war es, durch diese zusätzliche Qualifikation mein Kompetenzfeld zu erweitern und auf meiner Arbeit neue Aufgaben übernehmen zu können. Das ist auch gelungen.

Was zeichnet aus Ihrer Sicht den Masterstudiengang an der HAW und der AEE (im Vergleich zu anderen Studiengängen) aus?

Ich war auf der Suche nach einem Studiengang, der auch mir als „Nicht-Naturwissenschaftlerin“ die notwendigen technischen Kenntnisse vermittelt, um EE-Technologien fachkundig beurteilen zu können. Der Masterstudiengang EE der HAW und der AEE war der einzige dieser Art, den ich gefunden habe, und der Wirtschafts- und Ingenieurswissenschaften zusammen führt.

Wie sind Sie auf die Akademie und den Masterstudiengang aufmerksam geworden?

Ich bin im Internet darauf gestoßen, nachdem ich bereits mehrere Monate nach einer für mich passenden Weiterbildung gesucht hatte.

Wie beurteilen Sie die inhaltliche Gestaltung des Studienganges?

Inhaltlich wurde uns ein breites Spektrum der EE-Technologien vermittelt; von wirtschaftlichen über politische bis zu technischen Aspekten. Als schwierig hat sich gezeigt, Wirtschaftswissenschaftlern die notwendigen ingenieurstechnischen Grundlagen zu vermitteln. Da war sehr viel Eigeninitiative der Studenten gefragt.

Wie beurteilen Sie den interdisziplinären Ansatz des Studiengangs?

Ich halte den interdisziplinären Ansatz gerade in der heutigen Gesellschaft, die von wachsender Komplexität geprägt ist, als äußerst wichtig. Nur wenn es gelingt, ein Thema fundiert von mehreren Seiten zu betrachten, kann man meines Erachtens nach wirklich zu einer fachkundigen Lösung kommen. Der interdisziplinäre Ansatz war für mich der ausschlaggebende Punkt, mich für das Studium zu entscheiden.

Kam Ihnen als berufsbegleitend Studierende der Wechsel zwischen Präsenz- und Online-Lernzeiten entgegen?

Ich arbeite Vollzeit, und ohne diesen Wechsel wäre das Studium für mich nicht machbar gewesen. Die Präsenzphasen haben auch geholfen, durch den persönlichen Kontakt mit Lehrenden und Kommilitonen ständig wieder von neuem die notwendige Eigenmotivation aufzufrischen. Das wäre bei einem reinen Online-Studium, bei dem man nur allein von seinem eigenen Schreibtisch aus studiert, sicherlich schwierig geworden.

Inwiefern empfanden Sie die Online-Lernplattform Moodle als nützlich/hilfreich?

Die Plattform war bei unserem Jahrgang noch im „Experimentierstadium“. Was die Lehrunterlagen betrifft, wurde sie vorwiegend dazu genutzt, Unterlagen, die eigentlich für ein Präsenzstudium gestaltet sind, einfach online zu stellen. Dabei wurden aber die Möglichkeiten, die das Medium Internet bereitstellt, nicht ausgenutzt. Hilfreich hingegen war die Plattform für den Austausch mit den Kommilitonen und Dozenten durch die unterschiedlichen Foren.

Wie empfanden Sie den persönlichen Kontakt und die Betreuung durch die Professoren/Dozenten und die Akademie?

Die Akademie hatte immer ein offenes Ohr für die Belange der Studenten. (An dieser Stelle noch einmal vielen Dank dafür!)  Unter den Professoren oder Dozenten waren die meisten sehr engagiert, aufgeschlossen und auch interessiert an einem fachlichen Austausch; nur für wenige Ausnahmen schien das Thema Erwachsenenbildung eine besondere Herausforderung zu sein.

Haben Sie bereits während des Studiums Kontakte für Ihre weitere Karriere knüpfen können bzw. nützliche Impulse erfahren?

Ja, hilfreich dabei waren insbesondere die Masterarbeit und die Masterthesis, da man hier die Chance hatte, eigene Interessenschwerpunkte zu vertiefen und gemeinsam mit einem Unternehmen oder einer Organisation praxisrelevante Probleme zu erforschen.

Was würden Sie neuen Studieninteressenten für den Masterstudiengang mitgeben wollen – was sollten diese wissen?

Der Aufwand für das Studium sollte nicht unterschätzt werden, insbesondere die anstrengenden Prüfungsphasen nach jedem Semester. Hier muss jeder selber abwägen, inwieweit das mit Beruf und Familie vereinbar ist. Am Ende entschädigt aber nicht nur der neu gewonnene fachliche Durchblick und die erweiterten beruflichen Perspektiven, sondern auch die Erinnerung an die gemeinsamen Präsenzphasen mit den Kommilitonen und neu gewonnen Freunden im schönen Wendland.

Vielen Dank, Frau Haupt. Wir wünschen Ihnen für die Zukunft alles Gute!

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