Interview mit Dagmar Regenbogen, Studierende an der Akademie für Erneuerbare Energien

Dagmar Regenbogen, Masterstudentin der Akademie für erneuerbare Energien in Lüchow

Frau Regenbogen, Sie sind Studentin an der Akademie für Erneuerbare Energien Lüchow-Dannenberg. Gleichzeitig sind Sie bereits erfolgreich beruflich im Bereich der erneuerbaren Energien tätig. Bitte beschreiben Sie einmal kurz Ihren beruflichen Werdegang.

Nach einem BWL-Studium in Karlsruhe bin ich seit insgesamt gut 20 Jahren im internationalen Kreditgeschäft tätig, und seit Ende 2004 bei der HSH Nordbank. Vor kurzem habe ich mich dort dann entschlossen, die bis dato gesammelte Erfahrung in die ja noch vergleichsweise junge Assetklasse der Erneuerbaren Energien einzubringen. Die HSH führt in diesem Sektor seit Jahren die league tables an und hat den Bereich auch im neuen Geschäftsmodell als strategisches Kerngeschäftsfeld definiert.

Was versprechen Sie sich von einem Masterstudiengang im Bereich erneuerbare Energien?

Als ich in der Bank in diesem Geschäftsfeld die Verantwortung für den Bereich Strukturierung und Analyse übernommen habe, war mir schnell klar, dass noch so fundierte Krediterfahrung nicht reicht, um einerseits mit den Kunden auf Augenhöhe verhandeln und andererseits das gesamte Chance-Risiko-Spektrum des Geschäftsfeld erfassen und bewerten zu können. Daher habe ich nach Optionen gesucht, dieses Fach-Know-how komprimiert und schnell aufzubauen.

Warum haben Sie sich für den Masterstudiengang an der Akademie entschieden?

Im Vordergrund stand für mich die Möglichkeit, das Studium mit voller Berufstätigkeit – und mit meiner Familie mit zwei kleinen Kindern – vereinbaren zu können. Die kurzen, aber regelmäßigen Präsenzphasen, kombiniert mit den hohen autodidaktischen Anteilen dieses Studienkonzeptes kamen mir da sehr entgegen.

Wie beurteilen Sie nach den ersten Monaten das Studium an der Akademie? Was würden Sie sich für die Zukunft noch wünschen?

Insgesamt gelungen. Ich habe früher schon einmal berufsbegleitend ein MBA-Studium absolviert, wo es ein Propädeutikum für Nicht-Betriebswirte gab. Das würde ich mir hier für die Nicht-Ingenieure wünschen. Denn mit einem harmonisierten Ausgangslevel aller Teilnehmer ließen sich dann noch schneller Lernerfolge erzielen. Schön wäre auch die Ergänzung um die internationale Perspektive – zumindest die europäische.

Welche persönlichen und Karriereerwartungen stellen Sie an Ihr Studium?

Wie gesagt, ich habe die Erwartung, einen fundierten Überblick über die technologischen aber auch wirtschaftlichen und rechtlichen Aspekte sämtlicher Erneuerbarer Energie Optionen, angefangen von Wind über Solar und Geothermie bis hin zur Biomasse und dem Thema Speichertechnologien zu erhalten. Dennoch wäre es vorteilhaft, Studienschwerpunkte wählen zu können. Das gesamte Spektrum der Erneuerbaren Energien ist doch sehr breit und die Möglichkeit einer stärkeren Spezialisierung entspräche noch besser den beruflichen Anforderungen der einzelnen Teilnehmer.

Wem würden Sie ein Studium an der Akademie für Erneuerbare Energien empfehlen?

Im Grunde jedem, der noch zwanzig Jahre Berufsleben vor sich hat. Nein, im Ernst, ich bin davon überzeugt, dass der Investitions- und Innovationsdruck im Bereich der Erneuerbaren Energien zu weiter steigenden, nachhaltigen – und attraktiven – Beschäftigungsperspektiven führen wird. Dafür werden nicht nur klimapolitische Notwendigkeiten, sondern auch die Verknappung der fossilen Energieträger und die sich diesbezüglich zuspitzende Importabhängigkeit der energiehungrigen Industrie- und Schwellenländer sorgen.

Frau Regenbogen, vielen Dank für das informative Interview. Wir wünschen Ihnen für Ihr weiteres Studium alles Gute und viel Erfolg!

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