Interview mit Jens Schetelich, 35 Jahre, Absolvent der Akademie für Erneuerbare Energien

Jens Schetelich Absolvent des 1. Jahrgangs der Akademie für Erneuerbare Energien

Interview vom 03.12.2012

Wieso haben Sie sich für den Masterstudiengang Erneuerbare Energien entschieden und inwiefern war dieser für Ihre Karriereplanung ausschlaggebend?

Ich habe gezielt einen Studiengang gesucht, der mir eine Spezialisierung in einem bestimmten Themenbereich jenseits meiner beruflichen Erfahrungen bei der Bundeswehr verschafft. Mit einem Masterstudium der Erneuerbaren Energien habe ich für mich ein Thema gefunden, das zum einem innovativ und zum anderen zukunftssicher ist.

Was zeichnet aus Ihrer Sicht den Masterstudiengang Erneuerbare Energien an der HAW und der Akademie (im Vergleich zu anderen Studiengängen) aus?

Aufgrund der Dozentenauswahl, der Vielzahl an Exkursionen sowie des interdisziplinären Ansatzes des Studienganges bin ich der Überzeugung, dass der Studiengang sehr praxisnah ist. Auch die Nähe zum Großraum Hamburg hat sich in den Präsenzzeiten als Vorteil erwiesen, da eine gute Erreichbarkeit der Akademie gegeben ist. Des Weiteren war aufgrund der geringen Anzahl an Studenten der persönliche Kontakt zu den Professoren/Dozenten deutlich intensiver als bei meinem vorherigen Direktstudium. Die Akademie hat auch immer ein offenes Ohr für Fragen und war als Bindeglied zwischen Studenten und Professoren/Dozenten eine große Hilfe.

Wie beurteilen Sie die inhaltliche Gestaltung des Studienganges? / Wie beurteilen Sie den interdisziplinären Ansatz des Studiengangs?

Gerade der interdisziplinäre Ansatz des Studienganges ermöglicht es, den Einsatz und Ausbau der Erneuerbaren Energien in einem volkswirtschaftlichen Gesamtkontext beurteilen zu können, was bei mir wiederum eine hervorragende Vorbereitung auf meine derzeitigen beruflichen Herausforderungen darstellte.

Kam Ihnen als berufsbegleitend Studierender der Wechsel zwischen Präsenz- und Online-Lernzeiten entgegen?

Die Möglichkeit, Online-Lernzeiten zu nutzen, erlaubte mir eine flexible Gestaltung des Studiums. Die Präsenzveranstaltungen machten allerdings einen wichtigen Baustein des Fernstudiums aus, da hier konkrete Fragen mit den Dozenten geklärt werden konnten sowie ein reger Austausch mit den anderen Kommilitonen erfolgen konnte. Für die flexible Lerngestaltung war die Online-Lernplattform Moodle überaus nützlich. Durch sie war ein zentraler Informationspool gegeben.

Inwieweit hat die Bundeswehr Sie bei der Durchführung des Studiums unterstützt?

Für mich war es sehr wichtig, gerade in den Zeiten von Klausurvorbereitungen die Unterstützung meiner direkten Vorgesetzten zu erhalten und Freiräume für das Studium zu erlangen. Sie wussten über die Notwendigkeit einer gezielten Vorbereitung für die Zeit nach der Bundeswehr und konnten sich im Gegenzug sicher sein, dass ich dafür in meiner verbleibenden Zeit bei der Bundeswehr meinen Dienst zu 100 Prozent geleistet habe.

Welche Rolle spielte der Berufsförderungsdienst?

In erster Linie ist man selber für seine Weiterbildung verantwortlich und zur Auswahl des richtigen Studiums gehört eine Menge Eigeninitiative. Bei der Umsetzung meines Vorhabens bin ich dann aber sehr gut unterstützt worden, was vor allem darin zum Ausdruck kommt, dass fast die gesamten Kosten des Studiums im Rahmen der Berufsförderung unkompliziert übernommen worden sind.

Haben Sie bereits während des Studiums Kontakte für Ihre weitere Karriere knüpfen können bzw. nützliche Impulse erfahren?

Die praxisnahen Themen im Masterprojekt sowie in meiner Masterthesis verschafften mir zum einen gute Kontakte in die Energiewirtschaft und waren zum anderen wichtige Argumente beim Einstieg in die Unternehmensberatung.

Was würden Sie Studieninteressenten für den Masterstudiengang mitgeben wollen – was sollten diese wissen?

Dass sich die Herausforderung eines berufsbegleitenden Studiums trotz eines nicht zu unterschätzenden Aufwandes an Arbeit und Zeit letztlich auszahlt. Gerade das breite Spektrum an Themen hinsichtlich der Erneuerbaren Energien bringt eine gefragte Qualifikation mit sich.

Wir danken für das Interview und wünschen alles Gute für die Zukunft.

Zur Person:
Jens Schetelich, Dipl.-Volkswirt u. M.Sc. für Erneuerbare Energien hat die Bundeswehr als SaZ 13 im Jahr 2011 als Hauptmann verlassen. Nachdem er das Studium absolviert hatte, wurde er direkt als Consultant bei einer Unternehmensberatung mit Schwerpunkt Energiewirtschaft angestellt. Hier können Sie eine Zusammenfassung der Masterarbeit „EEG 2012: Markt- und Netzintegration der Stromerzeugung von Biogasanlagen“ von Jens Schetelich lesen.

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