Interview mit Peter Bakalov, erster Absolvent der Akademie für Erneuerbare Energien

Dipl. Physiker Peter Bakalov

Seit 2009 bietet die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW) den berufsbegleitenden Masterstudiengang Erneuerbare Energien (Master of Science) exklusiv an der Akademie für Erneuerbare Energien Lüchow-Dannenberg an. Im Frühjahr 2012 verkündet die Akademie mit Stolz den ersten Absolventen des Masterstudiengangs Erneuerbare Energien, der 48-jährige Diplom Physiker und IT-Freiberufler Peter Bakalov aus Nürnberg.

Wie sind Sie auf die Akademie und den Masterstudiengang aufmerksam geworden?

Ich bin durch Internetrecherche vor knapp 3 Jahren auf den berufsbegleitenden Masterstudiengang Erneuerbare Energien aufmerksam geworden. Gemeinsam mit anfangs 22 weiteren Studenten gehörte ich zum 1. Jahrgang dieses Studiengangs. Von den noch 16 verbleibenden Studenten bin ich nach 4 ½ Semestern Studienzeit der erste Absolvent.

Wie beurteilen Sie die inhaltliche Gestaltung des Studienganges?

Rückblickend beurteile ich die inhaltliche Gestaltung des Studiums als positiv. Es werden die meisten Themen im Bereich erneuerbare Energien mit unterschiedlicher Gewichtung abgedeckt. Man erhält eine Ausbildung zum Generalisten, sodass man vor allem in der Projektierung, im Projektmanagement, im technischen Vertrieb oder Marketing tätig werden kann. Die Studienschwerpunkte sind vielseitig und reichen von erneuerbaren Energien bis hin zu Energieeffizienz, aber auch Querschnittsthemen wie beispielsweise Recht, Klimapolitik und Energiewirtschaft werden behandelt.

Wie empfanden Sie den persönlichen Kontakt und die Betreuung durch die Professoren, Dozenten und die Akademie?

Ich bin mit der persönlichen Betreuung der Akademie sehr zufrieden, da die Dozenten stets ein offenes Ohr für die Studenten haben, eine hohe Bereitschaft zu kontroversen Diskussionen besteht und die Dozenten auch selbst eine hohe Priorität auf die Energiegewinnung aus Quellen der erneuerbaren Energien setzen. Zudem bietet die Zusammensetzung der Dozenten aus Hochschulen und Wirtschaft eine hohe Diversität, was wiederum die gute Atmosphäre an der Akademie fördert.

Wie fanden Sie die Online-Basierung des Studiengangs?

Das Studium erfolgt als Fernstudiengang online-gestützt mit insgesamt 27 Präsenztagen. Darüber hinaus sind zusätzliche Coachings und individuelle Betreuung bei vertiefenden Fragen oder Prüfungsvorbereitungen enthalten. Um stets im direkten Kontakt mit Dozenten und anderen Studenten zu stehen, gibt es ein Akademieportal, in dem sich die Studenten die Lehrunterlagen herunterladen und in verschiedenen Foren austauschen können. Ich fand es sehr hilfreich, hier Kontrollfragen mit den Dozenten zu besprechen und so den Lehrstoff zu festigen. Allerdings bin ich auch der Meinung, dass Präsenzzeiten unentbehrlich sind, um sich untereinander auszutauschen, weitere Informationen zu erhalten und darüber hinaus die Motivation zu stärken. Vorlesungen sind wichtig, allerdings muss trotzdem Freiraum für Diskussionen bleiben.

Haben Sie bereits während des Studiums Impulse oder Kontakte für Ihre weitere Karriere knüpfen können?

Die Studierenden organisieren sich zum Teil in kleinen Teams und knüpfen so bereits im Studium wertvolle branchen- und regionenübergreifende Netzwerke für die Zukunft. Außerdem fördert die Akademie für Erneuerbare Energien durch direkte Kontakte zu Unternehmen der Branche sowie Exkursionen zu relevanten Anlagen und Projekten die Nähe zu potentiellen Arbeitgebern und Kooperationspartnern. Ich konnte besonders im Vorfeld und während der Abschlussprojekte gute Kontakte zu Unternehmen knüpfen.

Welche Ziele verfolgen Sie jetzt mit dem Masterabschluss – was sind Ihre Pläne?

Der Masterabschluss schafft eine gute Basis, um eine Karriere in der wachstumsstarken Branche zu beginnen bzw. nachhaltig auszubauen. Absolventen sollen als Projektentwickler und -manager, als Betreiber oder als Führungskraft eines Unternehmens tätig sein können. Ich habe mir als Ziel gesetzt, meine Erfahrungen im Bereich IT und erneuerbare Energien zu verknüpfen und mit dieser Expertise eine qualitativ hochwertige Dienstleistung anzubieten.

Was würden Sie Studieninteressenten für den Masterstudiengang mitgeben wollen – was sollten diese wissen, was ist hier anders?

Ich empfehle diesen Masterstudiengang anderen Studieninteressenten, da dieser sehr vielseitig ist, Selbststudium und Präsenzzeiten gut ausgewogen sind, die Projekt- und Masterarbeit das Wissen vertiefen und das Studium ein qualitatives Fachwissen bereitstellt. Ich würde für die Zukunft eine intensivere Betreuung bei der Masterthese und Projektarbeit sowie eine tiefer gehende Themenbehandlung des CO2-Footprints anregen. Während der administrative Aufwand sich in Grenzen hält, ist die zeitliche Belastung durch das berufsbegleitende Studium nicht zu unterschätzen. Ich habe das Gefühl, eine Menge gelernt zu haben und fühle mich fit für die Branche. Dickes Kompliment an die Gestalter und Organisatoren des Studiengangs. Das Studium macht Spaß!

Vielen Dank für das Interview und alles Gute für die Zukunft!

Hier können Sie einen Auszug aus der Masterarbeit über „Klassifikation von Standorten, Risiken (Due Diligence) und Repowering-Potential von Windkraftanlagen anhand von Projekt- und Betriebsdaten analysierter Windkraftprojekte“ von Peter Bakalov lesen.

UNSERE TRÄGER

UNSERE FÖRDERER