Masterthesis: Energieeffiziente Heizungskonzepte für Einfamilienhäuser

Masterthesis_Schlüter

Thema: Ökonomischer und ökologischer Vergleich moderner Heizungskonzepte für Niedrigenergiehäuser

Von Andreas Schlüter

Die Bundesregierung strebt an, bis zum Jahr 2050 einen nahezu klimaneutralen Gebäudestand zu erreichen. Eine wichtige Rolle spielen hierbei Privathaushalte. Diese hatten 2012 einen Anteil von rund 27 Prozent am Endenergieverbrauch in Deutschland. Um die ehrgeizigen Klimaziele zu erreichen, soll der Anteil der erneuerbaren Energien am Energiebedarf erhöht und die Energieeffizienz von Gebäuden verbessert werden. Für Neubauten bestehen strenge Kriterien zur Umsetzung der oben genannten Ziele. Diese umfassen sowohl den Dämmungsstandard als auch die Umweltverträglichkeit des Energieträgers. Während in der Vergangenheit fossile Energieträger bei der Gebäudebeheizung dominierten, stehen mittlerweile zahlreiche unterschiedliche Heizkonzepte bzw. Kombinationen von Heizsystemen zur Auswahl, die auf regenerative Energieträger zurückgreifen. Diese Vielfalt macht es potenziellen Bauherren schwer, das jeweils passende Heizungskonzept zu identifizieren.

In seiner Masterthesis mit dem Titel „Ökonomischer und ökologischer Vergleich moderner Heizungskonzepte für Niedrigenergiehäuser“ vergleicht Andreas Schlüter unterschiedliche Heizungskonzepte. Ziel der Arbeit ist es, Bauherren durch einen objektiven Vergleich aktueller Heizungskonzepte eine Entscheidungshilfe für die Auswahl des Heizungssystems zu geben. Schlüter zeigt anhand einer beispielhaften Planung eines Einfamilienhauses die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Heizungskonzepte auf. Dabei berücksichtigt er sowohl ökologische als auch ökonomische Faktoren. Im Zentrum der Arbeit liegt der Einsatz von erneuerbaren Energien. Als Vergleich dient eine konventionelle Gasheizung.

Schlüter kommt zu dem Ergebnis, dass in dem untersuchten Beispiel eine Kombination aus Wärmepumpen und einer Photovoltaik-Anlage das am besten geeignete Heizsystem darstellt. Als Wärmequelle liegt dabei der Erdkollektor knapp vor Luft, gefolgt von der Erdsonde. Aufgrund des hohen regenerativen Energieanteils erhält die Kombination aus Wärmepumpe und Photovoltaik im ökologischen Vergleich eine gute Bewertung und erreicht durch den Eigenverbrauch des Photovoltaik-Stroms zudem eine gute Wirtschaftlichkeit. Die anderen Heizsysteme zeigen Schwächen. Entweder, wie zum Beispiel Erdgas, im ökologischen Vergleich oder, wie bei der Pelletheizung, im ökonomischen Vergleich. Die Untersuchung zeigt, dass die regenerativen Energieträger nicht nur aus ökologischer Sicht vorteilhaft sind, sondern auch wirtschaftlich mit fossilen Energieträgern mithalten können.

Grafik: Andreas Schlüter

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