Masterthesis: Markt- und Netzintegration der Stromerzeugung von Biogasanlagen

Masterthese Schetelich Akademie erneuerbare Energie

Thema: EEG 2012: Markt- und Netzintegration der Stromerzeugung von Biogasanlagen

von Jens Schetelich

Das Schreiben und Verteidigen einer Masterthese ist Voraussetzung für den Erwerb des Abschlusses „Master of Science“ im Masterstudiengang “Erneuerbare Energien”. Zugleich gibt das Verfassen der Masterthese den Studierenden an der Akademie für erneuerbare Energien die Möglichkeit, in ein Fachgebiet tiefer einzusteigen, mit Firmen zusammen zu arbeiten und sich zu spezialisieren.

Der folgende Text beschreibt, wie der 35-jährige, ehemalige Bundeswehr-Soldat, Jens Schetelich, an seine Masterthesis herangegangen ist und präsentiert seine Ergebnisse. In seiner bereits erfolgreich verteidigten Masterthesis „EEG 2012: Markt- und Netzintegration der Stromerzeugung von Biogasanlagen“ beschäftigt er sich mit der Frage, ob das in dieser Form ausgestaltete EEG 2012 die Wirtschaftlichkeit von neu zu bauenden Biogasanlagen sicherstellt.

Mit der Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) wurden die Markt- und Flexibilitätsprämie für Biogasanlagen eingeführt. Diese Prämien sollen dem Anlagenbetreiber einen Anreiz bieten, ihren Strom marktpreis- und zeitgerecht einzuspeisen.

Schetelich untersucht in seiner Masterarbeit fünf verschiedene Anlagen mit jeweils unterschiedlicher elektrischer Leistung, die bereits am Markt etabliert sind, ihren Strom ins öffentliche Netz einspeisen und diesen nach altem EEG vergütet bekommen. Er geht davon aus, dass die Anlagen ohne betriebliche Veränderungen nach dem neuen EEG vergütet werden.

In einer Tabelle fasst er die wesentlichen Ergebnisse der Arbeit zusammen. In einem Bereich vergleicht er die Vergütung nach alter und neuer EEG-Fassung. In einem weiteren Bereich berechnet er die Betriebszweig-Ergebnisse und die interne Verzinsung des eingesetzten Eigenkapitals der Biogasanlagen für den gesamten Amortisationszeitraum sowohl nach Umlageverfahren, als auch nach einer möglichen Vergütung mittels Direktvermarktung.

Die Berechnungen Schetelichs bestätigen die bereits vom Frauenhofer Institut getroffene Annahme, wonach die Mehrheit der Anlagen nach EEG 2012 voraussichtlich mit einer installierten Leistung zwischen 150 und 500 kW ausgelegt werden. Für diese Anlagengrößen ist sowohl eine Vergütung nach dem Umlageverfahren, als auch mittels der Direktvermarktung wirtschaftlich.

Eine allgemein gültige Aussage über die Vorteilhaftigkeit einer Investition in eine bestimmte Leistungsklasse lässt sich aus den Ergebnissen seiner Arbeit allerdings nicht ableiten. Die Vielzahl der verschiedenen Einflussfaktoren (Preise für Rohstoff-Beschaffung, Qualität des Biogases etc.) und deren unterschiedlichen Auslegungen bestimmen das jeweilige Betriebszweig-Ergebnis einer Biogasanlage.

Dieselbe Schlussfolgerung kann auch für die Art und Weise der Finanzierung der unterschiedlichen Anlagen getroffen werden.

Wesentliche Erkenntnis der Masterthese ist es, dass es sich bei einem funktionierenden Biogasanlagengesamtkonzept für den Betreiber lohnt, von einer Vergütung des Stromes mittels Umlageverfahren zur Direktvermarktung zu wechseln. Schetelich zeigt damit, dass die grundsätzliche Zielstellung des Gesetzgebers, Anlagenbetreiber von erneuerbare Energien Strom mittels Marktpreis-Signalen vom passiven hin zum aktiven Marktteilnehmer zu bewegen erreicht wird.

Sie haben Interesse an der vollständigen Masterthesis von Herrn Schetelich? Sprechen Sie uns gerne an.

  • In unserem Interview können Sie mehr über Jens Schetelich erfahren.

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