Masterthesis: Netzwerke für mehr Energieeffizienz

Masterthesis Hell

Thema: Energieeffizienz-Netzwerke zur Unterstützung der Einführung von Energiemanagementsystemen nach DIN EN ISO 50001: Erfolgsfaktoren und Best-Practice-Beispiele

von Christian Hell

Wenn es um das Thema Energieeffizienz geht, verfolgt die Bundesregierung ehrgeizige Pläne: Bis zum Jahr 2020 soll der Primärenergieverbrauch gegenüber 2008 um 20 Prozent gesenkt, bis 2050 sogar halbiert werden. Anreizsysteme sollen es auch für Industrie und Gewerbe attraktiver machen, die Energieeffizienz zu steigern. Eine besondere Rolle spielt in diesem Zusammenhang der so genannte Spitzenausgleich (SPA). Der SPA erlässt Unternehmen des produzierenden Gewerbes bis zu 90 Prozent der Strom- und Energiesteuer. Aber nur, wenn sie ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001, ein Umweltmanagementsystem nach EMAS oder ein alternatives System betreiben.

Auch in Deutschland entwickelten sich in den vergangenen Jahren zunehmend Netzwerke aus Unternehmen und Beratern, die gemeinsam an Lösungen arbeiten, wie sich die Energieeffizienz steigern lässt. Voneinander und miteinander lernen sind zentrale Komponenten derartiger Energieeffizienz-Netzwerke. Die Netzwerke bzw. vergleichbare Konzepte werden immer öfter auch genutzt, um die Einführung von Energiemanagementsystemen zu begleiten und zu unterstützen.

In seiner Masterthesis mit dem Titel „Energieeffizienz-Netzwerke zur Unterstützung der Einführung von Energiemanagementsystemen nach DIN EN ISO 50001: Erfolgsfaktoren und Best-Practice-Beispiele“ untersucht Christian Hell, welche Rolle Energieeffizienz-Netzwerke spielen können, wenn Energiemanagementsysteme eingeführt werden. Dazu betrachtet er beispielhaft die Umsetzungsprojekte „Energieeffizienz-Netzwerke mit begleitender ISO 50001 Kleingruppe“ des Förderkreises Umweltschutz Unterfranken und ISO 50001 Konvoi des Modells Hohenlohe. Mit teilstandardisierten Befragungen ermittelte Hell die Erfahrungen von Netzwerk-Teilnehmern, Moderatoren, Energieberatern sowie anerkannten Experten.

Hells Arbeit zeigt, dass die Netzwerk-Teilnehmer die Konzepte als sehr effektiv erlebt haben. Alle würden erneut ein Energieeffizienz-Netzwerk wählen, um die Einführung eines Energiemanagementsystems zu unterstützen – knapp 80 Prozent der Befragten sogar ohne jede Einschränkung. Die Gründe hierfür sind vielschichtig. Besonders positiv beurteilen die Befragten den Erfahrungsaustausch mit anderen Teilnehmern und Unternehmen. Die befragten Experten bestätigen in vielen Punkten die Wahrnehmung der Teilnehmer und halten die beiden Konzepte überwiegend für sinnvoll. Vorteilhaft seien demnach insbesondere der gegenseitige Austausch und die Unterstützung im Netzwerk. Beides helfe auch über schwierige Phasen hinweg und unterstütze das Energiemanagementsystems in der Betriebsphase. Anhand der Befragungsergebnisse leitet der Autor abschließend Erfolgsfaktoren ab, mit denen sich die vorgestellten Netzwerk-Konzepte optimal umsetzen und nutzen lassen.

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