Masterthesis: Eigenproduzierten Solarstrom selber nutzen

Masterthesis_Degen

Thema: Dezentrale Nutzung von Photovoltaik-Strom in einem Einfamilienhaus

Eigenproduzierten Solarstrom selber nutzen

von Tim Degen

Für viele Einfamilienhäuser, die eine PV-Anlage auf dem Dach haben, ist es wirtschaftlich interessant, den eigenproduzierten Strom auch tatsächlich selbst zu verbrauchen. Denn der Strompreis, den Privathaushalte zahlen, liegt deutlich über dem Einspeisetarif, den Betreiber von neu installierten Anlagen für ihren ins öffentliche Netz eingespeisten PV-Strom erhalten.

In seiner Masterthesis untersucht Tim Degen, mit welchen Maßnahmen sich der Anteil des selbstverbrauchten Solarstroms in Einfamilienhäusern erhöhen lässt und mit welchem Aufwand dies verbunden ist. Hierzu beschreibt er zunächst die möglichen Anwendungsfelder und stellt sie gegenüber. Dabei betrachtet Degen auch die Nutzung von Solarstrom als Wärme- bzw. Kältequelle. Mithilfe des „Suntrol eManager“ der SolarWorld AG erprobt er schließlich die analysierten Anwendungsfelder anhand eines Feldtests in der Praxis.

Fazit: Insbesondere die thermische Nutzung des Solarstroms ist ökonomisch besonders vielversprechend und daher zu empfehlen. Bei PV-Anlagen empfiehlt Degen, die Anlagen auf den spezifischen Energieverbrauch des jeweiligen Einfamilienhauses abzustimmen. Grundsätzlich ist für die Wirtschaftlichkeit von PV-Anlagen die weitere Entwicklung der makroökonomischen Rahmenbedingungen entscheidend. Ausschlaggebend sind vor allem die Preisentwicklung anderer Energieträger (Öl, Gas, etc.), die steuerliche Betrachtung des Eigenstromverbrauchs von Solarstrom sowie die steuerliche Betrachtung von PV-Anlagen in Deutschland allgemein.

Copyright Foto: Quaschning, V. (2013), Regenerative Energiesysteme – Technologie, Berechnung, Simulation. München: Hanser Verlag

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