Erneuerbare-Energie-Anlagen kommen dem Naturschutz nicht in die Quere

Biomeiler

Der Bau von Erneuerbare-Energie-Anlagen und Naturschutz – geht das zusammen? Ja, wie die Studie „Zukunft Stromsystem 2“ des WWF in Zusammenarbeit mit dem Öko-Institut und Prognos zeigt. Im Rahmen der Studie wurde der Flächenbedarf für eine auf Erneuerbaren basierende Stromversorgung in 2050 berechnet und analysiert, wo Wind- und Solaranlagen möglichst naturverträglich zugebaut werden können. Die Analyse zeigt: Es gibt genug Platz, um erneuerbare Energien und Naturschutz zu vereinbaren.

In Deutschland sind ausreichend Flächen für die naturverträgliche Realisierung der erneuerbaren Energien vorhanden. Abhängig vom Technologiemix und der Regionalisierung nimmt der Ausbau der Windenergie an Land und der Photovoltaik im Durchschnitt bis zu 2,5 Prozent der Landesfläche in Anspruch. In den untersuchten Landkreisen, in denen mit einem überdurchschnittlich hohen Ausbau der Windenergienutzung gerechnet wird, können entsprechende Flächen für diesen Ausbau vorgesehen werden, ohne sehr hohe Konfliktrisiken mit den Belangen des Naturschutzes hervorzurufen.

Naturschützer fordern Erneuerbaren-Ausbau

Der WWF betont, dass der Ausbau erneuerbarer Energien massiv beschleunigt werden müsse, um den Kohleausstieg zu flankieren und die Klimaziele zu erreichen. Die Windenergie an Land bleibe ihm zufolge das Zugpferd der Energiewende und werde um den Faktor drei bis vier gegenüber dem heutigen Stand ausgebaut werden müssen. Die weitgehende Nutzung von gebäudeintegrierter (Aufdach-)Photovoltaik-Stromerzeugung ist aus Sicht der effektiven Flächennutzung eine sinnvolle übergeordnete Strategie, zeigt die Studie. Sie ist jedoch einerseits kapazitätsseitig begrenzt und wird außerdem selbst bei maximalem Ausbau nur einen Beitrag von rund 23 Prozent der insgesamt notwendigen Regenerativstromerzeugung erbringen können.

Die vollständige Studie finden Sie hier.

Foto: © WWF

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