Erste Absolventen mit dem Master of Science Erneuerbare Energien verabschiedet

Absolventen der Akademie für Erneuerbare Energien 2013

Sie sind die Ersten ihres Fachs und sie werden nicht die Einzigen bleiben. Mit einer Feierstunde wurden am 9. März 2013 die ersten neun Master of Science Erneuerbare Energien an der Akademie für Erneuerbare Energien in Lüchow-Dannenberg verabschiedet. Drei Jahre lang hatten sieben Männer und zwei Frauen berufsbegleitend studiert – ein bislang einzigartiges Fernstudium in Deutschland. „Vor drei Jahren standen Sie schon einmal hier und wurden feierlich empfangen“, erinnerte Anne Jirjahlke von der Geschäftsführung der Akademie. „In dieser Zeit haben Sie sich viel Fachwissen angeeignet, sich in Gruppenarbeit aus der Ferne geübt, zum Teil lange Anfahrten für Ortstermine auf sich genommen und schließlich Ihre Masterarbeit geschrieben.“

Landrat Jürgen Schulz ließ im Rahmen der Festveranstaltung die Entstehung der Akademie Revue passieren. Bereits 1997 beschloss der Kreistag Lüchow-Dannenberg, sich in Zukunft zu 100 Prozent mit regenerativem Strom zu versorgen. „Es war damals eine verrückte Idee, aber heute haben wir es umgesetzt“, so Jürgen Schulz. Im Jahr 2008 folgte die Gründung der Akademie für Erneuerbare Energien, die sich mit der Hamburger Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) einen erfahrenen Partner an die Seite holte. „Wir haben damals Neuland betreten“, erinnerte sich Professor Helmut Horn, Leiter des Departments Maschinenbau und Produktion an der HAW. „Es war ein Curriculum von großer Breite und Tiefe, das aufgestellt werden musste und wir hatten nur ein Jahr Zeit.“ Inzwischen gilt der Master of Science Erneuerbare Energien als akkreditiert.

Kernstück der Feierstunde waren die Beiträge der Absolventen selbst, die die Themen ihrer Masterarbeiten vorstellten und von den individuellen und beruflichen Entwicklungen erzählten, die sich in Folge des Studiums ergeben hatten. „Es ist schon ein Jahr her, dass ich den Abschluss gemacht habe“, sagte Stefan Ackermann. „Es war eine der besten Entscheidungen meines Lebens.“ Der Softwareentwickler hat sich für seine Masterarbeit „Aufbau und Modellierung eines integrierten Prüfstandes für eine Anlage zur solaren Kühlung“ mit General Electric einen großen Partner an die Seite geholt. „Das beinhaltete auch das Verlegen vieler Kabel was für mich manchmal wie eine Zusatzausbildung zum Elektriker war“, schmunzelte Ackermann. „Das Studium ist wirklich sehr breit aufgestellt, doch noch vielmehr hat mir die menschliche Seite imponiert.“

Im Herbst wird die Akademie den 5. Studienjahrgang in Lüchow begrüßen können.

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