Grüne Energie aus Weihnachtsbäumen

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Weihnachtsbäume erfreuen die Menschen nicht nur während der Feiertage. Auch nach dem Fest erweisen sie sich als außerordentlich nützlich. Wenn Tannen und Fichten im Januar ausrangiert werden, beginnt für sie ein zweites Leben als umweltfreundlicher Energielieferant.

Erst schenken sie Freude, dann Energie. Wenn nach dem Fest wieder der Alltag in die Wohnungen und Einkaufsstraßen einkehrt, bekommen Weihnachtsbäume ihren zweiten großen Auftritt. Zahlreiche Versorger und kommunale Unternehmen nutzen ausgediente Christbäume, um Strom und Wärme zu produzieren. Nach Angaben der Agentur für Erneuerbare Energien lässt sich mit der Energie von rund 500 Bäumen ein Durchschnittshaushalt ein Jahr lang mit Strom versorgen. Alternativ ersetzen die Tannenbäume knapp 1.000 Liter Heizöl.

Rund 29 Millionen Weihnachtsbäume werden in Deutschland verkauft. Ein Teil wird im neuen Jahr zu Holzhackschnitzeln verarbeitet. Heizanlagen wie Hackschnitzelkessel, Holzheizwerke oder Holzheizkraftwerke werden mit den Hackschnitzeln befeuert und produzieren daraus umweltfreundlich Strom und Wärme. Auf diese Weise gelangen die Bäume ein weiteres Mal in die warmen Stuben. Ein einziger Weihnachtsbaum liefert genügend Energie, um eine Lichterkette mit 25 elektrischen Kerzen mehr als drei Wochen lang rund zehn Stunden am Tag zu erleuchten.

Ebenso wie Raps oder Mais zählen auch Weihnachtsbäume in der deutschen Energiebilanz zur Bioenergie. Sowohl bei der nachhaltigen Nutzung von Energiepflanzen als auch bei der Verwendung von Reststoffen besteht in Deutschland noch Ausbaupotenzial. Das gilt selbst für den insgesamt bescheidenen Beitrag, den Weihnachtsbäume leisten. „Für den notwendigen Umstieg auf erneuerbare Energien ist die Bioenergie ein unverzichtbarer Bestandteil“, betont Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien. „Dabei spielen Reststoffe ebenso eine wichtige Rolle wie auch die nachhaltige Nutzung von Energiepflanzen.“

Grafik: Agentur für Erneuerbare Energien

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