Im Dauerlauf zum Quereinstieg

Akademie erneuerbare Energien Lüchow Dannenberg

Interview vom 15.05.2014

Herr Richter-Trautmann, wie sind Sie auf den berufsbegleitenden Masterstudiengang für Erneuerbare Energien aufmerksam geworden?

Ich bin auf den Studiengang sowohl per Internetrecherche als auch durch einen Arbeitskollegen aufmerksam geworden, der im vorherigen Durchgang studiert.

Warum haben Sie sich für das Studium entschieden?

Ich habe mich für das Studium an der Akademie für Erneuerbare Energien entschieden, weil ich mir damit eine breite und solide Basis für einen potentiellen Quereinstieg in die EE-Branche erarbeiten kann. Die Erneuerbaren Energien, insbesondere in Form von Photovoltaik- und Windenergie-anlagen, beschäftigen mich schon seit mehreren Jahren. Ich bin zu der Überzeugung gekommen, dass wir Menschen alles versuchen müssen, um unsere Erde und Umwelt so gut wie möglich zu erhalten. Nur so können wir dem künftigen Leben darauf zumindest ähnliche Chancen lassen, wie wir sie selbst bekommen haben.

Wie haben Sie die ersten Wochen des Studiums erlebt: Die Auftaktveranstaltung mit dem Besuch in Gorleben, die ersten Vorlesungen und das Selbststudium Zuhause? Wurden Ihre Erwartungen bisher erfüllt?

Die ersten Wochen des Studiums haben mir sehr viel Spaß gemacht: Bei den Besuchen und den Treffen in der Akademie habe ich erlebt, dass es viele Menschen gibt, die so wie ich der Meinung sind, dass wir Menschen nicht einfach so weiter machen können mit dem Verbrauch endlicher Energieträger auf unserer Erde. Ich habe in Gorleben noch einmal über die Naivität einerseits, aber auch die Kaltblütigkeit andererseits gestaunt, mit der unsere Vorgängergenerationen den Umgang mit den strahlenden Abfällen in eine unbestimmte Zukunft verschoben haben.
Die ersten Vorlesungen waren sehr informativ und verständlich und die durchweg engagierten Referenten bringen mir den Stoff auf eine sehr effiziente Art nahe. Das Selbststudium kommt bei mir bisher zugegebenermaßen zu kurz! Ich komme aber bisher mit den Inhalten gut zurecht. Meine Erwartungen an das Studium wurden bisher voll erfüllt.

Neben dem Studium sind Sie persönlich stark eingebunden: Sie haben eine Familie mit vier Kindern und einer beruflich voll engagierten Frau. Außerdem  haben Sie gerade den Job gewechselt. Wie gelingt Ihnen dieser Spagat?

Bisher gelingt mir dieser Spagat nur sehr bedingt. So wie sich meine berufliche Situation in den letzten Wochen entwickelt hat, wird das Studium für mich eher ein Dauerlauf als ein Sprint. Durch die regionale Bindung durch die Familie kann die nächste knifflige berufliche Situation natürlich wieder auftreten. Dann möchte ich besser vorbereitet sein und, wenn ich die Branche wechseln muss, im Bereich der Erneuerbaren Energien aktiv werden.

Zu guter Letzt: Gibt es etwas, das Sie neuen Studieninteressenten für den Masterstudiengang mitgeben wollen?

Die Interessenten für den Masterstudiengang Erneuerbare Energien an der Akademie werden hier in Lüchow ein engagiertes und bestens organisiertes Team vorfinden, mit dessen Hilfe sie gut durch die Höhen und Tiefen des Präsenz-/Onlinestudiums manövrieren können!
Frank Richter-Trautmann (42 Jahre) ist Dipl.-Ing. Elektrotechnik (TH) und als Design Automation Engineer im Bereich Chipdesign in der Halbleiterindustrie tätig. Nach dem Abitur in Dresden und Studium in Aachen und London war er für einen japanischen und einen amerikanischen Chiphersteller tätig und wechselt gerade zu einem anderen japanischen Unternehmen. Seit einigen Jahren betreibt er eine Solarthermie- und eine Photovoltaikanlage auf dem eigenen Hausdach. Frank Richter-Trautmann ist Student des 5. Masterjahrgangs Erneuerbare Energien an der Akademie für erneuerbare Energien in Lüchow-Dannenberg.

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