Klimafreundlich baden

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Planschen ohne schlechtes Gewissen – das geht im Freibad der Stadt Hamminkeln in Nordrhein-Westfalen. Der Freibad-Verein hat auf den Dächern des Schwimmbades Solarstromanlagen installiert. Auch beim Heizen des Wassers für das Freibad wird auf erneuerbare Energien gesetzt. Seit vier Jahren sorgt die Abwärme der Biogasanlage eines Landwirts dafür, dass das Wasser immer 27 Grad Celsius hat.

Doch die Solarstromanlagen auf den Dächern des Freibades waren aber für den Verein erst der Anfang. Auch die Dächer weiterer öffentlicher Gebäude in Hamminkeln wie Turnhallen, Schulen und Feuerwehrwachen hat der Freibadverein mit Solaranlagen ausgestattet – mit insgesamt 250 Kilowatt installierter Leistung. In der gesamten Stadt vermeiden diese Anlagen 145 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr und erzielen einen wirtschaftlichen Gewinn von rund 60.000 Euro. „Auf diesem Weg kommt es für die Stadt wie auch für den Freibad-Verein zu einer klassischen Win-Win-Situation, weil auf der einen Seite die Klimaschutzziele und auf der anderen Seite eine finanzielle Entlastung des Freibades erreicht werden kann“, freut sich Bernd Romanski, Bürgermeister von Hamminkeln.

Gewinnbringende Zusammenarbeit

Der Verein hat über einen Kredit von 430.000 Euro die Anschaffung und Installation finanziert. Die Kommune übernahm eine Bürgschaft von 150.000 Euro übernehmen. Für diese erfolgreiche Zusammenarbeit wurde die Stadt Hamminkeln als Energie-Kommune des Monats ausgezeichnet. „Diese Zusammenarbeit zeigt einmal mehr, dass eine erfolgreiche und dezentrale Energiewende gemeinsam gestaltet werden kann – für mehr Lebensqualität vor Ort und Klimaschutz weltweit “, erklärt Nils Boenigk, stellvertretender Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien.

Bild: Agentur für Erneuerbare Energien

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