Masterthesis: Netzferne Energielösungen in Ostafrika

Masterthesis Felix Wegner

Bildung, Kommunikation oder Unterhaltung: Die Versorgung mit Elektrizität ist ein entscheidender Faktor für den Lebensstandard und die gesellschaftliche Entwicklung. Was in Deutschland als Selbstverständlichkeit gilt, ist in anderen Regionen Luxusware. Daher sind Unternehmen und Organisationen bemüht, die Energieversorgung in Ländern mit niedriger Elektrifizierungsrate voran zu treiben. In seiner Masterthesis mit dem Titel „Analyse und Bewertung des Marktpotentials für netzferne Energielösungen in Ostafrika“ untersucht Felix Wegner, wie die Stromversorgungrate in Ostafrika durch netzferne Energielösungen erhöht werden kann.

Im Fokus der Untersuchung steht Tansania. Nach Wegners Analyse bietet das ostafrikanische Land die erfolgversprechendsten Aussichten für den Einsatz von netzfernen Energielösungen. Die niedrige Elektrifizierungsrate von 15 Prozent in Verbindung mit dem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von vier Prozent und einer Bevölkerungswachstumsrate von drei Prozent weisen auf das hohe Potential von netzfernen Lösungen in diesem Land hin. Weitere Kriterien wie ein ausreichendes Ausmaß an rechtlichen Rahmenbedingungen, politischer und wirtschaftlicher Stabilität und die englische Amtssprache bestärken Wegners Empfehlung.

Wegner kommt zu dem Ergebnis, dass Photovoltaik-Diesel-Hybrid-Mininetze Gemeinden, Kleinunternehmen und Industrieverbraucher, die nicht an das Stromnetz angeschlossen sind, zuverlässig mit bezahlbarem Strom versorgen. Diese Systeme eignen sich vor allem, weil sie von geografischen Bedingungen weitgehend unabhängig und skalierbar sind. Da die Bevölkerung in Tansania stetig wachse und dennoch nicht klar sei, in welcher Geschwindigkeit und Qualität der Netzausbau voranschreite, werde die Bedeutung für regenerative, netzferne Energielösungen in Zukunft weiter steigen, resümiert Wegner.

Grafik: Felix Wegner

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