Mit Praxiswissen Wärmenetze optimieren

Seminar: Optimierung von Wärmenetzen an Biogasanlagen

Wärmenetze werden nicht schlüsselfertig mit der Biogasanlage geliefert, sondern individuell gebaut. Für die Betreiber von Biogasanlagen eine Herausforderung: Um die Wärmenetze wirtschaftlich zu planen und zu führen, braucht es viel Know-how. Dies erhielten die Teilnehmer der Seminarreihe „Optimierung von Wärmenetzen an Biogasanlagen“.

Wie kann ich mein Wärmenetz effizienter gestalten? Woran erkenne ich, ob die Wärmeerzeugung meiner Biogasanlage optimal läuft? Fragen wie diese motivierten Betreiber von Biogasanlagen und Fachleute aus Stadtwerken, Unternehmensberatungen oder Ingenieurbüros zur Teilnahme an einem Seminar der Reihe „Optimierung von Wärmenetzen an Biogasanlagen“. Die Seminarreihe wurde von der Akademie für erneuerbare Energien Lüchow-Dannenberg in Kooperation mit der Bioenergieregion Wendland-Elbetal sowie weiteren Bioenergie-Regionen aus Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein durchgeführt.

An fünf Terminen, die in unterschiedlichen Städten Norddeutschlands stattfanden, zeigte der Referent Heinz Eggersglüß den Teilnehmern, wie sie die Wärmeerzeugung an Biogasanlagen optimieren können. Inhaltliche Basis des Seminars waren Betriebsdaten und Erfahrungswerte, die Anlagenbetreiber und Planer aus den Bioenergie-Regionen Wendland-Elbetal und Göttinger Land im Rahmen eines Projektes zur Optimierung von Wärmenetzen gesammelt hatten. Experten des Ingenieurbüros UTEC aus Bremen werteten diese systematisch aus, ermittelten typische Mängel und erarbeiteten Lösungsansätze, die auf andere Wärmenetze übertragbar sind.

Solides Praxiswissen zu gewinnen, das sich auf die eigene Anlage anwenden lässt, war auch das Ziel von Seminarteilnehmer Jörg Gebauer. Der Landwirt aus Sohlingen betreibt eine Biogasanlage, an die ein örtliches Nahwärmenetz angeschlossen ist. Gebauer plant, das Wärmenetz weiter auszubauen. „Im Rahmen des Seminars bekam ich noch einmal die Bestätigung, mein geplantes Vorhaben weiter zu verfolgen“, berichtet der Landwirt. „Das Gelernte lässt sich gut in die Praxis umsetzen. Die Seminarunterlagen bieten dazu ein praktisches Nachschlagewerk für den Alltag.“ Als besonders positiv empfand Gebauer den regen Erfahrungsaustausch der Teilnehmer im Rahmen des Seminars. „Es war interessant zu hören, welche Erfahrungen andere mit der Wärmeerzeugung gemacht hatten.“

Erfahrungen aus der Praxis in die Praxis weiterzugeben und dabei die Inhalte auf die Bedürfnisse der unterschiedlichen Teilnehmer abzustimmen – das war der Anspruch des Seminars. Offenbar erfüllt, wie man den zahlreichen positiven Stimmen der Teilnehmer vernehmen kann. „Guter, praxisbezogener Vortrag“, lobte ein Teilnehmer, „gelungener Überblick über mehrere Stellschrauben zur Optimierung“, sagte ein anderer. Lob ging auch an den Referenten und seine Fachkompetenz. „Ich hatte den Eindruck, dass die Seminarinhalte gut zum Publikum passten“, resümiert Referent Heinz Eggersglüß, Mitgesellschafter von UTEC. „Es kamen reichlich Fragen, Anregungen und rege Diskussionen auf, die den Teilnehmern wichtige Zusatzinformationen mit auf den Weg gaben.“

Auch Joachim Gutmann, Geschäftsführer der Akademie für erneuerbare Energien Lüchow-Dannenberg, ist zufrieden: „Wir freuen uns über das große Interesse, das dieses Thema geweckt hat. Die hohen Teilnehmerzahlen und die positive Resonanz bestärken uns in dem Gedanken, ähnliche Projekte auch in Zukunft anzugehen.“

Bild: © Andreas Birresborn

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