Wissen durch Vernetzung

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Die Akademie für erneuerbare Energien bietet im Sommer 2016 den achtwöchigen Zertifikatskurs „Renewable Energy Management“ (REM) an, der sich speziell an internationale Fachkräfte richtet. Akademisch begleitet wird das Projekt von der Steinbeis-Hochschule Berlin. Prof. Dr. Manfred Ahn, Professor und Gründer des Steinbeis-Transfer-Instituts Laws, Economics and Operations, ist akademischer Leiter des REM-Kurses. Im Interview berichtet er, was die Teilnehmer des Zertifikatskurses erwartet und wie sie das Erlernte in ihr Unternehmen im Heimatland transferieren können.

Professor Ahn, die Akademie für erneuerbare Energien bietet den Kompaktkurs „Renewable Energy Management“ in Zusammenarbeit mit dem Steinbeis-Transfer-Institut Laws, Economics and Operations der Steinbeis-Hochschule Berlin (SHB) an. Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit?

Die Idee zu diesem Kurs kam von der Akademie. Sie brauchte ein Netzwerk und einen akademischen Partner, um dieses Projekt umzusetzen. Die Steinbeis-Hochschule Berlin bietet Studierenden und Unternehmen auf Basis des Projekt-Kompetenz-Konzeptes berufsintegrierte und praxisorientierte Studienprogramme. Ihr Bildungsportfolio reicht von Zertifikatslehrgängen wie dem jetzt geplanten REM-Kurs über Studiengänge bis hin zur Promotion. Und die Hochschule ist ein Unternehmen im Steinbeis-Verbund, der weltweit im unternehmerischen Wissens- und Technologietransfer aktiv ist. Das passt gut zusammen.

Was beinhaltet die Kooperation?

Die Kooperation ermöglicht eine Aufgabenteilung, die die Kompetenzen beider Partner voll nutzt. Die SHB kümmert sich um die Studien- und Prüfungsordnung sowie die Zertifizierung. Die Akademie organisiert den Kurs, führt ihn samt den Exkursionen durch und übernimmt die weltweite Akquise. Dabei und bei der Rekrutierung von Dozenten hilft das Steinbeis-Netzwerk.

Was erwartet die Studienteilnehmer des Kompaktkurses?

Der englischsprachige Kurs richtet sich an Unternehmer und Führungskräfte im Bereich der erneuerbaren Energien, die zum Beispiel in Energieagenturen, Verbänden, Stadtwerken oder anderen energiebezogenen Branchen arbeiten. Durch Vorträge, Best-Practice-Beispiele und Projektarbeiten erhalten die Teilnehmer das notwendige Rüstzeug, das sie für die Arbeit in der Erneuerbaren-Energien-Branche benötigen. Inhaltlich deckt der Kurs alle technischen und sozio-ökonomischen Bereiche des Themenfeldes ab, die für Manager und zukünftige EE-Experten wichtig sind. Ein besonderer Fokus liegt auf den Themen Energiemanagement und Finanzierung.

Was ist das Besondere an diesem Kursangebot?

Neben den theoretischen Lernmodulen bietet der REM-Kurs auch Einblicke in die Praxis – und zwar in Form von Fachexkursionen. Die Teilnehmer besuchen unter anderem Biogasanlagen in Norddeutschland und lernen Energieunternehmer persönlich kennen. Von ihnen erfahren sie aus erster Hand, welche Möglichkeiten und Anforderungen mit dem Betrieb einer solchen Anlage verbunden sind. Exkursionen nach Berlin und Hannover bieten den Kursteilnehmern die Gelegenheit, Ministeriumsmitglieder und Lobbyisten zu treffen. Dadurch erhalten sie einen Einblick in die politischen Rahmenbedingungen der Erneuerbare-Energien-Branche in Deutschland.

Warum lohnt es sich für ausländische Fachkräfte, an solch einem Bildungsangebot in Deutschland teilzunehmen?

Die Energiewende ist ein globales Thema. Deutschland gilt hier vielen Ländern als Vorbild. Es entwickelt und exportiert Technologien für erneuerbare Energien. Die Teilnehmer des Zertifikatskurses erweitern nachhaltig ihr Know-how und können dieses in ihrem Heimatland unmittelbar anwenden. In diesem Zusammenhang möchte ich erwähnen, dass der Zertifikatskurs selbstverständlich in englischer Sprache angeboten wird.

Wie können die Teilnehmer das im Kurs gewonnene Wissen in ihr Heimatland bzw. Unternehmen transferieren?

Im Idealfall bringen die Studierenden Ideen für Erneuerbare-Energien-Projekte mit, die im Kurs konkretisiert und geprüft werden. In jedem Fall erhalten sie state-of-the-art-Wissen zu allen Bereichen der erneuerbaren Energien. Und dann geht es nicht nur um Wissenstransfer, sondern vor allem auch um Kontakte: zu Unternehmen, zur Politik, zur Wissenschaft. Eine gute Vernetzung in der Branche ist genauso wichtig wie überzeugende und fundierte Kompetenz.

Herzlichen Dank für das Interview!

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